WELTFINALE
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(07.12.-12.12.09)
Die ROTAX Grand Finals, die Weltmeisterschaft der besten ROTAX MAX
Challenge Piloten,
findet dieses Jahr
auf dem Ghibli Raceway in Sharm el Sheikh/Ägypten statt.
Die moderne, 1.250 m lange Strecke liegt inmitten der Wüste ca. 10 km
vom Flughafen entfernt.
Für die Daheimgebliebenen gibt es wieder ein Livetiming und jetzt auch
Video-Aufzeichnungen
zum
mitfiebern über das Internet.


Kartworld-TV
>>>
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Die 10. ROTAX MAX Grand Finals machten ihrem
Jubiläumsjahr wahrlich alle Ehre! Vor einer phantastischen Kulisse und
mit einer bis in's Detail ausgeklügelten Organisation zeigten die 216
Piloten aus 56 Nationen Kartsport vom Allerfeinsten. Das bestätigten auch
die zahlreich angereisten Zuschauer aus aller Welt, darunter auch eine
nennenswerte Abordnung deutscher Fans. "Eine solche Veranstaltung
habe ich bisher noch nicht gesehen. Wer so etwas noch nicht selbst
miterlebt hat, kann sich keine Vorstellung machen", so beispielsweise
Roland Schneider von RS-Motorsport, der des öfteren auf internationalem
Parkett unterwegs ist und hier als Betreuer von Mike Halder mit von der
Partie war. Auch Manfred Haufe (M-Teckart), Norbert Pfleger (KSP) und eine
Reihe weiterer RMC- und nicht RMC-Teilnehmer waren vor Ort, um den 4
Deutschen (Mike Halder, Bastian Krapoth, Maximilian Fleischmann und Denis
Thum) die Daumen zu drücken.
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Denis Thum, Bastian Krapoth, Maxi
Fleischmann, Mike Halder
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Mike Halder (JuniorMAX)
Mike schaffte mit den Platzierungen 12, 14 und 17 aus den Heats direkt
den Einzug in die Finalläufe! Wenn man bedenkt, dass er noch vor wenigen
Wochen mit Rollstuhl und Gehhilfen unterwegs war (er hatte sich vor der
letzten RMC-Veranstaltung in Hahn beim "Inlinern" einen
komplizierten Beinbruch zugezogen) und es für ihn die ersten
Weltmeisterschaften überhaupt waren, gebührt ihm allergrößter Respekt.
Und nun stand er da, auf Startplatz 20 inmitten des hochkarätigsten
Feldes, das die ROTAX-Welt zu bieten hat. Der Start verlief problemlos -
die Junioren lieferten in Punkto Start-Disziplin schon die Tage zuvor im
Gegensatz zu den "Großen" einen vorbildlichen Eindruck ab. Er
behauptete seine Position bis zur 2. Runde, als er plötzlich durch eine
Rempelei gezwungen war die sandige Spur zu benutzen. Wenig später
widerfuhr im ähnliches noch einmal, sodass letztendlich "nur"
Rang 27 heraussprang. Das war dann auch der Startplatz für das alles
entscheidende Finale. Dort gelang ihm ein Super-Start! Gleich 9
Konkurrenten hatten das Nachsehen und die deutsche Fankurve witterte
Erfolgschancen - 20 lange Rennrunden könnten ihm genug Zeit geben, um
sich noch weiter nach vorne zu arbeiten. Doch es kam anders: Unmittelbar
vor ihm kam es zu Kollisionen, mehrere querstehende Karts blockierten die
Strecke, so dass er ein weiteres Mal den Umweg über den Sand nehmen
musste. Auf Position 27 zurückgeworfen rechneten alle damit, dass er
resignieren würde. Aber weit gefehlt! Er kämpfte sich wieder an das Feld
heran und lieferte sich im letzten Drittel des Rennens mit dem Griechen
Dimitris Vasileris einen spannenden Zweikampf, der am Ende noch mit einem
respektabler 24. Rang belohnt wurde. Weltmeister in der JuniorMAX-Klasse
wurde der Japaner Ukyo Sasahara, vor den Engländern Matthew Parry und
Edward Brand.
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Bastian Krapoth (MAX)
Bastian hatte als einziger deutscher Teilnehmer den direkten Einzug in die
Finalläufe verpasst. Und dies nicht etwa, weil er nicht schnell genug
gewesen wäre, sondern weil im schlicht und einfach das Quäntchen Glück
fehlte. Mit den Plätzen 20, 21 und 23 in den Heats musste er seine Chance
im Hoffnungslauf suchen. Dort war für ihn von Position 11 startend
theoretisch noch alles drin, aber das Glück sollte ihm auch hier nicht
zur Seite stehen: Schon in der 1. Kurve nach dem Start kam es zu einer
absolut unverschuldeten und folgenschweren Kollision, die ihn zur Aufgabe
zwang. Der Traum vom Finale war damit entgültig ausgeträumt. Sichtlich
enttäuscht musste er das weitere Geschehen von den Zuschauerrängen aus
verfolgen.
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Maximilian Fleischmann
(DD2)
In der Königsklasse hatte Deutschland gleich 2 Eisen im Feuer. Die
aussichtsreichsten Chancen hatte natürlich Denis Thum, der mit zwei
Siegen und einem 2. Platz aus den Heats die erste Startreihe des
Prefinales belegte. Aber auch Maxi Fleischmann hatte sich mit einem 13.
und zwei 14. Plätzen direkt qualifiziert und stand nun auf einem
respektablen 19 Startplatz. Während man von Denis aufgrund seiner
internationalen Erfahrung unter normalen Umständen immer davon ausgehen
kann, dass er ganz vorne zu finden ist, war man von Maximilian doch sehr
angenehm überrascht. Immerhin ist der Newcomer im letzten Jahr noch in
der Junioren-Klasse gefahren und dann "schnurstracks" direkt in
die DD2-Klasse gewechselt. Alleine das ist schon eine außergewöhnliche
Leistung! Nun aber zu den Rennen: Maxi Fleischmann gelang ein
hervorragender Start - von 19 direkt auf 15. Das hielt die Fangemeinde
natürlich nicht mehr auf den Sitzen, könnte er doch für eine faustdicke
Überraschung sorgen. Und alles sah auch ganz danach aus - die Speed
stimmte und am Biss fehlte es genauso wenig. Doch dann die Ernüchterung.
Wie so oft im Verlaufe dieser Veranstaltung, setzte sich ein Konkurrent
daneben und zwang ihn die sandige Spur zu benutzen. Das Problem: Es ist
praktisch unmöglich sich wieder unmittelbar dahinter einzuordnen, weil
die Fahrbahn aufgrund des feinen Wüstenstaubes derart verschmutzt ist,
dass man weder genügend Vortrieb noch ausreichende Lenkkräfte auf den
Boden bringen kann. Im günstigsten Fall verliert man nur einige Plätze.
Hat man weniger Glück, zieht gleich eine ganze Karawane vorbei, die zu
allem Überfluss kein Erbarmen kennt und den Pechvogel zusätzlich in's
Abseits drängt. Und so erging es auch Maximilian, der sich durch diese
Aktion plötzlich auf Platz 34 wieder fand. Um so bewundernswerter war,
dass er trotzdem noch als 27. im Ziel ankam. Das war natürlich keine
allzu gute Ausgangsposition für das Finale. Die schicksalhafte 1. Kurve
nach dem Start sollte dann auch für ihn zum Verhängnis werden. Nach
einer Kollision musste er als Letzter das Feld von hinten aufrollen. Es
folgte eine sehenswerte Aufholjagd, die er mit einem bravourösen 21 Rang
abschließen konnte.
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Denis Thum (DD2)
Denis machte die Sache besonders dramatisch - für sich, aber auch für
die Zuschauer! Im Prefinale verlief alles noch relativ "normal"
- nach dem Start auf Platz 4 zurückgefallen, holte er sich seinen
ursprünglichen Startplatz wieder zurück und beendete den Lauf auf
Position 2. "Mir wäre Platz 3 lieber gewesen, weil ich dann in der
Startaufstellung zum Finale auf der besseren Seite gestanden hätte. Der
Versuch den Amerikaner Cody Hodgson kurz vor dem Ziel überholen zu
lassen, hat nicht funktioniert. Er hat den Braten wohl gerochen",
erklärt Denis. Also ging es von der 1.Starreihe links neben dem
Südafrikaner Ralph Odendaal auf die Reise. Doch schon eine Runde später
wurde er nur noch als 10. geführt - ein kleiner Verbremser hatte ihn
kurzzeitig in den Sand geschickt. Bis dahin wäre alles noch auszubügeln
gewesen, hatte er sich doch nach ein paar Runden wieder auf Platz 4 nach
vorne gearbeitet. Doch dann ging es in einer Spitzkehre für die Zuschauer
unerklärlich plötzlich nur noch geradeaus. Was war passiert? Der Gaszug
hatte sich verklemmt! Denis blieb keine andere Wahl als den Notausgang zu
benutzen, um dann an anderer Stelle als 12. wieder auf die Strecke zu
gelangen. Es würde sehr schwer sein die Spitze wieder einzuholen, aber
wer Denis kennt weis, dass er ein Kämpfer ist. 24 Runden sind
schließlich lang und da ist noch vieles möglich. Position um Position
ging es wieder bis auf Platz 4 (!) nach vorne. Aber es sollte noch
schlimmer kommen. Nachdem er kurz zuvor den 6. und 5. Platzierten quasi in
einem Aufwasch kassiert hatte, kam es Ende der langen Geraden zu einem
folgenschweren Unfall. Der soeben Überholte fand das dreiste
Überholmanöver offensichtlich gar nicht witzig und benutze Denis
praktisch ungebremst als Sprungschanze. Sein Kart flog meterhoch durch die
Luft und landete hinter den Absperrungen im staubigen Wüstensand. Der
Kanadier blieb dabei nahezu unversehrt aber für Denis war damit der Traum
vom Gewinn des WM-Titels zu Ende. Am Arm leicht verletzt kam er noch als
11. in's Ziel. Zu allem Überfluss wurde ihm dann noch eine Runde wegen
Abkürzens (die Sache mit dem Gaszug) abgezogen, so dass das Endergebnis
Platz 26 lautete - was für ein rabenschwarzer Tag! Die Titel holten sich
der Südafrikaner Caleb Williams vor seinem Landsmann Ralph Odendaal und
dem US-Amerikaner Cody Hodgson.
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Einen rabenschwarzen Tag
hatte auch Peter Väth aus Rödermark. Er wohnte als Zuschauer dem
Weltfinale bei und musste am Freitag wegen Verdachts auf Schlaganfall in's
örtliche Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Zustand ist nach Aussagen
der Ärzte besorgniserregend. Wir wünschen an dieser Stelle baldige
Genesung. Die deutschen Teilnehmer hatten alles gegeben, alles riskiert
und im Grunde auch alles gewonnen - schließlich spielen die Platzierungen
zwar eine große, aber dennoch nicht die wichtigste Rolle. Das Weltfinale
der ROTAX-Fahrer endete am Samstag Abend mit einer außergewöhnlichen
Freiluft-Abschiedsparty mit rund 1.100 eingeladenen Gästen inmitten der
Wüste nördlich von Sharm el Sheikh. Und wie schon in den Jahren zuvor
hatten alle das Gefühl zu einer großen, einzigartigen Familie zu
gehören.
|
| 1 |
Sasahara,
Ukyo |
Japan |
| 2 |
Parry,
Matthew |
United
Kindom |
| 3 |
Brand,
Edward |
United
Kindom |
| 4 |
Laiho,
Miika |
Finland |
| 5 |
Rochford,
Luke |
Australia |
| 6 |
Jan
Al Jeffry, Muhamm. |
Malaysia |
| 7 |
Van
Kemenade, Kay |
Netherlands |
| 8 |
Hunter,
Henry |
United
Kindom |
| 9 |
Talvar,
Aavo |
Estonia |
| 10 |
Vargas,
Felipe |
Costa
Rica |
| 11 |
Erola,
Santeri |
Finland |
| 12 |
Sakakibara,
Tsubasa |
Japan |
| 13 |
Kinsman,
Daniel |
New
Zealand |
| 14 |
Lepesqueux,
Antoine |
France |
| 15 |
Watson-Miller,
Heinrich |
Germany |
| 16 |
Neri,
Nick |
USA |
| 17 |
Howard,
Jack |
Australia |
| 18 |
Webster,
Josh |
United
Kindom |
| 19 |
Owens,
Raoul |
South
Africa |
| 20 |
Vongprai,
Pattarapol |
Thailand |
| 21 |
Markelov,
Artem |
Russia |
| 22 |
Kancsar,
Ferenc |
Hungary |
| 23 |
Vasileris,
Dimitris |
Greece |
| 24 |
Halder,
Mike |
Germany |
| 25 |
Chaves,
David |
Portugal |
| 26 |
Viidas,
Tristan |
Estonia |
| 27 |
Lehane,
Pierce |
Australia |
| 28 |
De
Laat, Bas |
Netherlands |
| 29 |
Udell,
Alec |
USA |
| 30 |
Szigeti,
Steven |
Canada |
| 31 |
Maranzana,
Pablo N. |
Argentina |
| 32 |
Bezel,
Petr |
Czech |
| 33 |
Jones,
Edward |
United
Arab Emirates |
| 34 |
Jewell,
Vincent |
Belgium |
|

JuniorMAX-Klasse
|
|

MAX-Klasse
|
| 1 |
Varley,
Luke |
United
Kindom |
| 2 |
Vendla,
Mario |
Estonia |
| 3 |
Hamilton,
Matthew |
New
Zealand |
| 4 |
Wimsett,
Joey |
USA |
| 5 |
Simpson,
Mike |
United
Kindom |
| 6 |
Jensen,
Andreas H. |
Denmark |
| 7 |
Arscott,
Phillip |
USA |
| 8 |
Norris,
John |
Ireland |
| 9 |
Greenbury,
Tyler |
Australia |
| 10 |
Joossens,
Mike |
Netherlands |
| 11 |
Frost,
Sean |
South
Africa |
| 12 |
De
Marchi, Piero |
Italy |
| 13 |
Sharov,
Timofey |
Russia |
| 14 |
Pedrosa,
Victor |
USA |
| 15 |
Barbosa,
Margarida |
Portugal |
| 16 |
Silva,
Augusto |
Portugal |
| 17 |
Chaumont,
Guillaume |
Belgium |
| 18 |
Pagliarani,
Claudio |
Italy |
| 19 |
Van
Splunteren, Joey |
Netherlands |
| 20 |
Pakhomov,
Grigoriy |
Russia |
| 21 |
Marton,
Laszlo |
Hungary |
| 22 |
Rietveld,
Ramon |
Netherlands |
| 23 |
Toikka,
Topi |
Finland |
| 24 |
Calderon,
Tatiana |
Colombia |
| 25 |
Dileo,
Marco |
Canada |
| 26 |
Forman,
Jiri |
Czech |
| 27 |
Garkaklis,
Haralds |
Latvia |
| 28 |
Nomme,
Morten |
Finland |
| 29 |
Orsolon,
Fabio |
Brazil |
| 30 |
Lindgren,
Linus |
Sweden |
| 31 |
Nassi,
Mikko P. |
Malaysia |
| 32 |
Kostrzak,
Stanislaw |
Poland |
| 33 |
Mimura,
Sotaro |
Japan |
| 34 |
Lukovic,
Sandro |
Austria |
|
| 1 |
Williams,
Caleb |
South
Africa |
| 2 |
Odendaal,
Ralph |
South
Africa |
| 3 |
Hodgson,
Cody |
USA |
| 4 |
Gracholskis,
Kevin |
Lithuania |
| 5 |
Castaneda,
Troy |
USA |
| 6 |
Birizdo,
Imre |
Hungary |
| 7 |
Spencer,
Mike |
United
Kindom |
| 8 |
Ringelberg,
Jim |
Netherlands |
| 9 |
Correia,
Joao |
Portugal |
| 10 |
Pringle,
Jason |
Australia |
| 11 |
P.
Santander, Jesus |
Spain |
| 12 |
Rossi,
Mirco |
Italy |
| 13 |
Huibers,
Christophe |
Belgium |
| 14 |
Correia,
Ricardo |
Portugal |
| 15 |
Hirayama,
Yuya |
Japan |
| 16 |
Chamberlain,
Francisco |
Costa
Rica |
| 17 |
Stevens,
Kyle |
Canada |
| 18 |
Grube,
Henrijs |
Latvia |
| 19 |
Barten,
Maik |
Netherlands |
| 20 |
Fleischmann,
Maxi |
Germany |
| 21 |
Ooi,
Fei Hoong |
Malaysia |
| 22 |
Pansart,
Guy |
France |
| 23 |
Gosevits,
Stogian |
Greece |
| 24 |
Gread,
Brinley |
Australia |
| 25 |
Morad,
Daniel |
Canada |
| 26 |
Thum,
Denis |
Germany |
| 27 |
White,
Darren |
Canada |
| 28 |
Campbell,
Scott |
Canada |
| 29 |
Raymakers,
Christophe |
Belgium |
| 30 |
Urban,
Ryan |
New
Zealand |
| 31 |
Russell,
Colombo |
Argentina |
| 32 |
Camarillo,
Rodolfo |
Mexico |
| 33 |
D`Huy,
Arthur |
France |
| 34 |
Brand,
Danny |
Netherlands |
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DD2-Klasse
Text & Fotos:
Timo Deck (Motorsport-XL)
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